Bauerngolf ist eine lebensfreundliche Sportart, die sowohl für den Breitensport als auch den Spitzensport geeignet ist. Das Sportgerät ist der Gummistiefel, der beim Zielwurf- und Weitwurfbewerb ein genormtes Maß hat. Bei den anderen Bewerben ist der Gummistiefel individuell vorgegeben bzw. kann er individuell eingesetzt werden. Der Gummistiefel wird mit der Hand geworfen. Je nach Station ist dabei Geschick, Gefühl, Kraft und Konzentration erforderlich, aber auch eine gute Beobachtungsgabe um die zielführendste Wurftechnik und Stiefelhaltung einzusetzen. Beim Zielwurfbewerb ist vorallem die Zielgenauigkeit gepaart mit Ausdauer gefragt, während beim Weitwurfbwerb  Kraft und Wurftechnik erforderlich ist, um Spitzenweiten zu erreichen.

Bauerngolf bietet somit, je nach Bewerbart, alle Facetten der sportlichen Betätigung in der freien Natur, mit körperlicher aber auch geistiger Herausforderung. Er kann als Einzel-, oder Mannschaftsbewerb betrieben werden.

 Derzeit gibt es bei Bauerngolf folgende Bewerbsarten:

–          Standardbauerngolf

–          Stationenbauerngolf/Sektorenbauerngolf

–          Zielwurfbewerb

–          Weitwurfbewerb

Standardbauerngolf:

Beim Standardbauerngolf wird der Gummistiefel vom Start(platz) über Zwischenziele und eventuelle Hindernisse ins Ziel befördert. Nach dem ersten Wurf wird jeweils von der Stelle  geworfen, bei der der Stiefel liegengeblieben ist. Dieser neue Start(platz) wird Zwischenstart(platz) genannt. Das Ziel soll mit möglichst wenigen Würfen erreicht werden. Die Anzahl der Würfe wird auf der Wurfkarte eingetragen. Als Ziel  fungiert eine Scheibtruhe.

Stationen/Sektoren-Bauerngolf:

Beim Stationen/Sektorenbauerngolf  wird der Gummistiefel vom jeweiligen Start(platz) in das dazugehörige Ziel befördert. Es ist daher jedem Start(platz) ein Ziel zugeordnet. Der jeweilige Start(platz) in Verbindung mit dem dazugehörigen Ziel wird als Station/Sektion bezeichnet. Die Bahn besteht aus 7, 14 oder 21 Stationen. Die Stationen sind in der Reihenfolge und entsprechend den Bahnregeln zu bewältigen. Ziel ist es, eine möglichst hohe Punkteanzahl zu erreichen. Für jede erfolgreich bespielte Station gibt es Punkte, die mit der Stationsnummer ident sind. Durch diese spezielle Zählregel bleibt der Bewerb bis zur letzten Station spannend.

Die Scheibtruhe ist immer dabei

Die Scheibtruhe ist immer dabei

In den Hasenstall und auf das Fass

Zielwurfbewerb:

Beim Zielwurfbewerb ist ein vorgegebenes Ziel mit dem Gummistiefel, von vorbestimmten Entfernungen (Distanz) zu treffen, wobei die Anzahl der Würfe im Regelfall mit 21 festgelegt ist. Bei der ersten Distanz sind jedoch nur max. 7 Würfe gestattet.

Das Ziel ist eine Scheibtruhe. Der erste Wurf erfolgt aus einer Distanz von 7 Meter. Die nächsten Entfernungen sind dann jeweils um zwei Meter weiter.

...aller Anfang ist schwer..

 Weitwurfbewerb

Beim Weitwurfbewerb ist der Stiefel, entsprechend den Bahnregeln, innerhalb eines eingegrenzten Areals, möglichst weit zu werfen. Die Anzahl der Versuche ist vorgegeben.